Gute Platzierungen bei "Finals" in Berlin

Distanceteam

Berlin. Berlin wir fahren nach Berlin hieß es am vergangenen Wochenende für das Leipziger Distanceteam, das auf der blauen Bahn des Olympiastadions auf den 800m und 1500m, sowie den 3000m Hindernis vertreten war. Nach erfolgreichen Saisoneinstiegen in Leipzig, Karlsruhe und Dortmund und bereits einer Staffel-Medaille konnten die Athleten der starken nationalen Konkurrenz mit breiter Brust entgegentreten.

Ungewohnt früh ging es am Samstag kurz nach halb elf in die Vorläufe, zunächst über die 1500m und im Anschluss über die 800m Distanzen. In einem zunächst zögerlichen zweiten Vorlauf konnte Marie Burchard mit einer starken letzten Runde zwar nicht dem Tempo der Führungsgruppe um Klein und Trost folgen setzte sich allerdings dahinter vom Rest des Feldes ab und lief somit als einzige in ihrem Lauf mit einem kleinen q über die Zeit ins Finale. Bei den Männern machte Oliver Kreisel über die 1500m den Anfang, platzierte sich gut in einem sehr taktischen und somit langsamen ersten Lauf, in dem sich Favorit Mohumed erst bei 600m entschied das Tempo zu erhöhen. Kreisel konnte sich auch im Spurt lange Zeit noch gut halten war aber am Ende mit Position 8 und einem deutlich schnelleren 2. Vorlauf der Konkurrenz fürs Finale aber noch nicht gewachsen. Ähnlich lief es kurz darauf bei Artur Beimler auf den kürzeren 800m, der ebenfalls in einem langsameren 1. Vorlauf ein gutes Finish zeigte und mit einem guten 5. Platz noch die Tür fürs Finale offenhielt. Im 2. Vorlauf, ebenfalls mit Distanceteam Beteiligung, wollte Conrad Kieselberger das Finalticket lösen. Nach langsamem Angang entschied sich Trainingspartner Tobias Rex (Topteam Thüringen) das Tempo an sich zu nehmen, wurde jedoch bei 600m vom Feld und kurz vor Ziel vom Kollegen Kieselberger eingesammelt, der dadurch als 5. Im Gegensatz zu Beimler (1.Lauf) noch über die Zeit ins Finale rückte und so die Vormittagssession zu einem glücklichen Ende aus Leipziger Sicht brachte.

Noch am gleichen Abend stand bereits das erste Finale um Hannah Stegenwallner im DT-Trikot über die 3000m Hindernis an, nachdem der Lauf aufgrund von Gewitterwarnung und TV-Präferenz für die 100m Finals ans Ende des Zeitplans gerückt wurde. Die beiden Favoritinnen Lea Meyer und Elena Burkard setzten sich von Beginn an deutlich vom Feld ab, in der Verfolgergruppe dahinter mittendrin Hannah Stegenwallner. Die Leipziger Athletin von Coach Beate Conrad zeigte einen mutigen Angang (1000m in ca. 3:22min) und gehörte lange Zeit zu den Verfolgern. Auf den letzten Runden war ihr das hohe Angangstempo an den Hindernissen dann etwas anzumerken und der Anschluss zur Gruppe riss allmählich ab, fightete bis zum Schluss um letztendlich als 10. mit einer Zeit von 10:28,79min die Linie zu überqueren und überraschte mit einer Steigerung der alten PB von 16s nicht nur ihre Trainerin sondern auch sich selbst.

Sonntag, und somit Finaltag für zwei verbliebene DT-Athleten über die 800m Männer und 1500m der Frauen. Den Anfang machte der gebürtige Berliner Conrad Kieselberger, der seine Spurtfähigkeiten unter Beweis stellen wollte und sich zunächst am Ende des Feldes einsortierte. Von hinten das Geschehen beobachtend, gingen Kieselberger und der Rest des Feldes die erste Runde bei 55s durch. Am Ende der Gegengerade entschied sich Favorit Marc Reuther den Kampf zu eröffnen und auch Kieselberger erhöhte das Tempo und schob sich vor, bis er bei 150m vor Schluss zum Spurt ansetzte. Für Trainer Thomas Dreißigacker rückblickend etwas zu früh, denn die anderen Athleten warteten noch bis zum Eingang der Zielgerade ehe es zum spannenden Finale kam, dass Tim Holzapfel überraschend für sich und vor Rocco Martin (Mogono Leipzig) entscheiden konnte. Kieselberger konnte somit nicht ganz vorne mitmischen kam aber im harten Fight auf einem guten 6. Platz (1:50,56min) ins Ziel.

Im Gegensatz zu Kieselberger gestaltete Marie Burchard im 1500m ihren Lauf von ganz vorne; ging Seite an Seite mit Katharina Trost. In einem taktischen Finale warteten die Favoritinnen lange ab weshalb Burchard das Feld sogar bis erklingen der Glocke für die letzte Runde anführte. Erst als sich Trost gefolgt von Hannah Klein entschloss das Tempo deutlich zu erhöhen wurde Marie von der Spitze verdrängt und konnte der Konkurrenz nicht mehr folgen. Nach langer Führungsarbeit landete sie auf Rang 11 (4:31,28min) aber konnte sich trotzdem über ihre mutige Performance freuen, nachdem sie sich erst kurz vor Meldeschluss und langer Verletzungspause überhaupt erst für die DM qualifizieren konn